Eine Handmilchpumpe ist eine Milchpumpe ohne Motor. Die Mutter erzeugt den Unterdruck selbst, durch einen Hebel oder Kolben. Sie ist leicht, leise und unabhängig vom Strom und eignet sich für gelegentliches Abpumpen und kleine Mengen, etwa für einen Abend ohne Baby.
Wann ist eine Handmilchpumpe sinnvoll?
Das Netzwerk Gesund ins Leben nennt Hand oder Handpumpe für gelegentliches Abpumpen und kleine Mengen. Die elektrische Pumpe empfiehlt es bei häufigem Abpumpen, etwa im Beruf. Der NHS nennt Handpumpen günstig, aber langsamer, elektrische Pumpen schneller. Eine passende Brusthaube sitzt mittig auf der Brustwarzenregion, und Sie beginnen mit niedrigem Vakuum, so das Netzwerk Gesund ins Leben. Das gilt für Handpumpen genauso wie für elektrische Geräte. Zum Vergleich: Die Uniklinik Köln nennt für die Handentleerung ohne Gerät etwa 5 bis 10 Minuten pro Brust.
Welche Grenzen hat die Handmilchpumpe?
Sie arbeitet nur eine Seite nach der anderen. Das kostet Zeit, und die Hand ermüdet bei längeren Einheiten. Wer Rhythmus und Unterdruck per Knopfdruck einstellen will, findet das bei elektrischen Geräten. Auch die Handentleerung ohne Gerät ist möglich.
Beispiel: Sie möchten einmal pro Woche eine Mahlzeit vorpumpen, für einen Abend ohne Baby. Eine Handpumpe reicht aus.
Was bedeutet die Handmilchpumpe für die Wahl der Milchpumpe?
Zählen Sie Ihre Pumpeinheiten pro Woche. Bei wenigen genügt die Handpumpe, bei vielen empfiehlt sich ein elektrisches Gerät. Einen Überblick bietet die Seite zur Handmilchpumpe. Verwandt sind Einzelpumpe und Silikon-Milchpumpe.
Praxis-Hinweis
Reinigen Sie Handpumpe und Auffangflasche nach jeder Nutzung. Schmerzen beim Pumpen sind ein Zeichen, Haubengröße und Technik zu prüfen.
Dieser Ratgeber ersetzt keine Beratung durch Hebamme, Stillberatung (IBCLC) oder Ärztin. Bei Fieber, Rötung, starken Schmerzen oder Sorgen um die Gewichtsentwicklung Ihres Kindes holen Sie bitte fachliche Hilfe.


