Lanolin (Wollwachs) ist ein aus Schafwolle gewonnenes Wachs und Hauptbestandteil vieler Brustwarzensalben. Hochgereinigtes Lanolin pflegt beanspruchte Brustwarzen nach dem Stillen oder Abpumpen und muss laut Herstellerangabe vor dem Stillen nicht abgewaschen werden. Die Ursache der Beschwerden klärt die Hebamme oder Stillberaterin.
Woher stammt Lanolin und wie verträglich ist es?
Lanolin ist laut Wikipedia das Sekret aus den Talgdrüsen von Schafen und fällt bei der Wäsche der Wolle an. Für Salben wird es aufgereinigt. Die freien Wollwachsalkohole können gelegentlich allergische Reaktionen mit Rötung und Schwellung auslösen. Als tierisches Produkt scheidet Lanolin außerdem für vegane Pflege aus.
Wann hilft Lanolin bei wunden Brustwarzen?
Das Portal kindergesundheit-info.de schreibt, dass bei kleinen Rissen Salben helfen können. Beim Stillen liegt die Ursache häufig in Position oder Anlegetechnik. Kommt keine Besserung, empfiehlt es ärztlichen Rat, denn manchmal liegt eine Pilzerkrankung (Soor) vor. Der NHS rät, bei rissigen oder blutenden Brustwarzen früh Hilfe zu holen, weil dies das Infektionsrisiko erhöht. Lansinoh beschreibt für sein HPA Lanolin die Idee der feuchten Wundheilung.
Praxisbeispiel: Schmerzen die Brustwarzen beim Abpumpen immer wieder, prüfen Sie zuerst die Brusthaube. Reibt die Brustwarze an den Tunnelwänden oder wirkt sie nach dem Abpumpen gequetscht, ist die Haube nach Medela zu klein. Salbe lindert dann nur das Symptom.
Praxis-Hinweis
Lesen Sie auf der Packung, ob Sie die Salbe vor dem Stillen oder Abpumpen abwaschen müssen. Lansinoh nennt das bei HPA Lanolin nicht. Bei Rissen, Blut oder anhaltenden Schmerzen wenden Sie sich an Hebamme, Stillberaterin (IBCLC) oder Ärztin.
Was bedeutet Lanolin für die Wahl der Brustwarzensalbe?
Wählen Sie ein Produkt ohne Lanolin, wenn Sie eine Wollwachs-Allergie kennen oder vegan leben. Eine Übersicht mit Packungsangaben finden Sie unter Brustwarzensalbe im Vergleich. Ursachen und Hilfe erklärt der Eintrag Wunde Brustwarzen, Ansprechpersonen nennt der Eintrag IBCLC.
Dieser Ratgeber ersetzt keine Beratung durch Hebamme, Stillberatung (IBCLC) oder Ärztin. Bei Fieber, Rötung, starken Schmerzen oder Sorgen um die Gewichtsentwicklung Ihres Kindes holen Sie bitte fachliche Hilfe.


