Milcheinschuss bezeichnet den Beginn der vermehrten Milchbildung etwa 36 bis 96 Stunden nach der Geburt. Das Netzwerk Gesund ins Leben nennt den Begriff verwirrend, weil schon vorher Milch vorhanden ist, das Kolostrum. Die Brust fühlt sich in dieser Zeit häufig voller an, und das Baby möchte oft öfter trinken.
Wann setzt der Milcheinschuss ein?
Laut Netzwerk Gesund ins Leben beginnt die Brust etwa 36 bis 96 Stunden nach der Geburt, mehr Milch zu bilden. Das Baby möchte jetzt sehr häufig an die Brust, gerade abends und nachts. Dieses Verhalten hat einen Zweck, es baut die Milchbildung auf. Davor gibt es die erste Milch, das Kolostrum.
Was hilft, wenn die Brust spannt?
Befindet sich zu viel Milch in den Milchgängen, spannt und schmerzt die Brust, schreibt kindergesundheit-info.de. Ausstreichen der Brust mit der Hand hilft oft schon. Wärme vor dem Stillen entspannt das Gewebe, Bewegungen erfolgen vorsichtig und ohne Reiben oder Quetschen. Schmerzt das Anlegen sehr, lindert Kühlen von etwa 20 Minuten nach dem Stillen. Der NHS nennt als Anlass zum Abpumpen auch Brüste, die unangenehm voll sind.
Praxisbeispiel: Am dritten Tag ist die Brust gespannt. Die Mutter wärmt die Brust, streicht sie vorsichtig aus oder pumpt wenig ab, bis das Druckgefühl nachlässt, und legt das Baby an.
Praxis-Hinweis
Pumpen Sie nur so viel ab, dass die Brust sich entspannt. Starten Sie die Pumpe mit niedriger Saugstärke. Laut NHS kann eine sofort hohe Stufe schmerzhaft sein oder die Brustwarze schädigen.
Wichtiger Hinweis
Bei Fieber, grippeähnlichen Beschwerden, roten harten Stellen oder starken Schmerzen wenden Sie sich an Hebamme oder Ärztin. Das Portal kindergesundheit-info.de nennt diese Zeichen als Anlass für ärztlichen Rat.
Was bedeutet der Milcheinschuss für das Abpumpen?
Abpumpen entlastet die volle Brust, ersetzt aber nicht das häufige Trinken des Babys. Lassen Sie sich von Hebamme oder Stillberaterin zeigen, wie viel Entleeren sinnvoll ist. Die Probleme, die aus einer nicht entleerten Brust folgen, beschreibt der Eintrag Milchstau. Weitere Praxis finden Sie unter Abpumpen: der komplette Praxis-Leitfaden.
Dieser Ratgeber ersetzt keine Beratung durch Hebamme, Stillberatung (IBCLC) oder Ärztin. Bei Fieber, Rötung, starken Schmerzen oder Sorgen um die Gewichtsentwicklung Ihres Kindes holen Sie bitte fachliche Hilfe.



