Glossar

Milchstau: Bedeutung und Praxis

Woran Sie einen Milchstau erkennen, was entlastet und wann Sie ärztlichen Rat brauchen.

Redaktion muttermilch-pumpe.deAktualisiert: 2 Min. Lesezeit

Anzeige Diese Seite enthält Affiliate-Links (mit * markiert). Kaufen Sie darüber, erhalten wir eine Provision, der Preis bleibt für Sie gleich. Mehr erfahren

Ein Milchstau entsteht, wenn ein oder mehrere Milchgänge der Brust nicht richtig entleert werden. Typisch sind eine druckempfindliche Stelle, Schwellung, Rötung und eine warme oder heiße Brust. Wärme, häufiges Entleeren und Ruhe entlasten. Bei Fieber oder fehlender Besserung brauchen Sie ärztlichen Rat.

Woran erkennen Sie einen Milchstau?

Laut kindergesundheit-info.de zeigt sich ein Milchstau durch eine druckempfindliche Stelle oder Schwellung, eine Rötung und eine warme oder heiße Brust. Die La Leche Liga nennt als Ursachen unter anderem Stress, lange Stillabstände, ausgelassene Mahlzeiten und konstanten Druck, etwa durch einen engen BH. Auch eine unsachgemäße Handhabung der Milchpumpe kann dazu beitragen. Die Grenzen zu einer Brustentzündung sind fließend.

Was entlastet bei einem Milchstau und was hat das Abpumpen damit zu tun?

Das Portal empfiehlt, die Brust vorher zu wärmen, dann das Baby anzulegen oder die Milch mit der Hand oder einer guten Pumpe zu entleeren, alles vorsichtig ohne Reiben oder Quetschen. Das Baby wird oft angelegt, etwa alle 1,5 bis 2 Stunden. Schmerzt das Anlegen stark, lindert Kühlen von etwa 20 Minuten nach dem Stillen. Der NHS rät bei Mastitis, nicht mehr Milch abzupumpen, als das Baby braucht.

Praxisbeispiel: Eine Mutter bemerkt eine harte, warme Stelle. Sie wärmt die Brust, legt das Baby zuerst an der betroffenen Seite an und streicht die Stelle vorsichtig aus. Nach dem Stillen kühlt sie. Ohne Besserung nach 24 Stunden geht sie zur Ärztin.

Praxis-Hinweis

Tragen Sie einen weichen, nicht einengenden BH und lockere Kleidung. Die La Leche Liga rät dazu und nennt enge Kleidung und Riemen als mögliche Auslöser. Entlasten Sie die Brust regelmäßig und vermeiden Sie lange Pausen.

Wichtiger Hinweis

Bei Fieber, Schüttelfrost, Gliederschmerzen, roten harten Stellen oder wenn nach 24 Stunden keine Besserung eintritt, wenden Sie sich an Hebamme oder Ärztin. Das empfehlen kindergesundheit-info.de und die La Leche Liga.

Was bedeutet ein Milchstau für das Abpumpen?

Prüfen Sie Handhabung, Pumpe und Abpumpplan. Die La Leche Liga nennt unsachgemäße Handhabung einer Milchpumpe und lange Abstände zwischen den Mahlzeiten als mögliche Auslöser und rät, bei längerer Trennung vom Baby Milch von Hand oder mit der Pumpe zu gewinnen. Hilfe bei Beschwerden beim Abpumpen finden Sie unter Probleme beim Abpumpen lösen. Die Zusammenhänge erklärt der Eintrag Milcheinschuss, Unterstützung vor Ort nennt der Eintrag IBCLC.

Dieser Ratgeber ersetzt keine Beratung durch Hebamme, Stillberatung (IBCLC) oder Ärztin. Bei Fieber, Rötung, starken Schmerzen oder Sorgen um die Gewichtsentwicklung Ihres Kindes holen Sie bitte fachliche Hilfe.

Quellen

  1. BIÖG, kindergesundheit-info.de: Stillprobleme (Stand 30.11.2025)
  2. La Leche Liga Deutschland: Milchstau und Brustentzündung (Infoblatt, 07/2013)
  3. NHS: Mastitis (zuletzt geprüft 17.03.2023)