Die Saugstärke (Vakuum) bezeichnet den Unterdruck, den eine Milchpumpe an der Brust erzeugt. Sie ist an der Pumpe in Stufen einstellbar und wird meist in mmHg angegeben. Die richtige Stufe ist die höchste, die sich für Sie noch angenehm anfühlt, nicht die höchste, die das Gerät bietet.
Wie stellen Sie die Saugstärke richtig ein?
Beginnen Sie niedrig. Der NHS warnt, dass eine sofort hohe Stärke schmerzen und die Brustwarze schädigen kann. Das Netzwerk Gesund ins Leben rät zu niedrigem Vakuum bei hoher Frequenz, bis die Milch fließt. Dann senken Sie die Frequenz und erhöhen das Vakuum, so weit es sich angenehm anfühlt.
Warum ist mehr Saugkraft nicht automatisch besser?
Medela beschreibt das maximale Komfortvakuum als individuell: Gemessene Werte reichten bei etablierter Milchbildung von 98 bis 270 mmHg. Wer an diesem persönlichen Wert pumpt, entleert die Brust laut Medela besser als bei schwächerem Sog. Stärker als angenehm bringt keinen Vorteil. Der Wert kann sich im ersten Monat nach der Geburt erhöhen. Momcozy nennt für die M5 im Stimulationsmodus -52 bis -113 mmHg und im Abpumpmodus -105 bis -240 mmHg, das Gerät erreicht maximal 285 mmHg.
Beispiel: Die Medela-Gebrauchsanweisung beschreibt den Weg zum Komfortvakuum so: Stufe erhöhen, bis es leicht unangenehm wird, dann senken, bis es wieder angenehm ist. Diese Stufe ist Ihr Wert für die Sitzung.
Wie Hersteller die Stärke angeben, steht unter Unterdruck in mmHg. Sitzt die Brusthaube zu eng oder zu weit, hilft auch kein Verstellen: Siehe Brusthaubengröße. Weitere Technik auf der Seite Elektrische Milchpumpe.
Praxis-Hinweis
Die Pumpe darf die Brustwarze weder quetschen noch hineinziehen. Der NHS nennt Blutergüsse als Warnzeichen. Bei Schmerzen, Rissen, Blut, Rötung oder Fieber wenden Sie sich an Hebamme, Stillberatung (IBCLC) oder Ärztin.
Dieser Ratgeber ersetzt keine Beratung durch Hebamme, Stillberatung (IBCLC) oder Ärztin. Bei Fieber, Rötung, starken Schmerzen oder Sorgen um die Gewichtsentwicklung Ihres Kindes holen Sie bitte fachliche Hilfe.


