Der Unterdruck in mmHg gibt an, wie stark eine Milchpumpe an der Brust saugt. Die Einheit mmHg steht für Millimeter Quecksilbersäule. Hersteller nennen meist den Höchstwert oder den Bereich je Modus. Der höchste Wert ist kein Qualitätsmaß: Entscheidend ist der Unterdruck, der für Sie noch angenehm ist.
Welche Werte nennen Hersteller?
Die Momcozy M5 erreicht laut Herstellerangabe maximal 285 mmHg, die Spectra S2 Plus 270 mmHg. Die Medela Swing Flex liefert laut Gebrauchsanweisung ungefähr -35 bis -250 mmHg. Die Redaktion nutzt die Werte als Orientierung, nicht als Rangfolge. Die Zahl sagt nichts über Komfort, Stufenzahl oder Passform der Brusthaube.
Wie viel Unterdruck brauchen Sie wirklich?
Medela beschreibt als maximales Komfortvakuum Werte von 98 bis 270 mmHg bei etablierter Milchbildung. Der Wert ist individuell und kann sich im ersten Monat nach der Geburt erhöhen. Eine stärkere Pumpe ist laut Medela nicht automatisch wirksamer. Die Höchstwerte der genannten Geräte liegen zwischen 250 und 285 mmHg.
Beispiel: Pumpe A schafft 285 mmHg, Pumpe B 250 mmHg. Liegt Ihr Komfortwert bei 180 mmHg, bleiben beide Geräte darunter. Dann zählen Stufenzahl, Modi und Passform der Brusthaube mehr als der Höchstwert.
Wie Sie die Stärke einstellen, steht unter Saugstärke (Vakuum), das Tempo unter Zyklen pro Minute. Pumpen im Vergleich finden Sie auf der Seite Milchpumpe Vergleich.
Praxis-Hinweis
Prüfen Sie in den Herstellerangaben, ob der Wert je Modus und Stufe genannt wird. Starten Sie niedrig: Der NHS warnt, dass eine sofort hohe Stärke schmerzen und die Brustwarze schädigen kann. Bei Schmerzen, Rissen oder Blut wenden Sie sich an Hebamme, Stillberatung (IBCLC) oder Ärztin.
Dieser Ratgeber ersetzt keine Beratung durch Hebamme, Stillberatung (IBCLC) oder Ärztin. Bei Fieber, Rötung, starken Schmerzen oder Sorgen um die Gewichtsentwicklung Ihres Kindes holen Sie bitte fachliche Hilfe.


